Am Dienstag, den 07. Juli 2026, fand in der Mattioli Arena in Leicester (England) das 24. Event der diesjährigen Players Championship Saison statt. 9 Tourcard Holder waren nicht dabei (Jonny Clayton, Mathias Ehlers, Luke Humphries, Luke Littler, Niko Springer, Oskar Lukasiak, Dimitri Van den Bergh, Pascal Rupprecht, Nathan Aspinall). Nicht nur am Montag, sondern auch am Dienstag, kämpften wie immer 128 Spieler um den heißbegehrten Tagessieg. Nachdem wieder einige der Topspieler gefehlt haben, konnten einige Spieler, die man normal nicht so ganz auf dem Schirm hat, groß aufzeigen. Der Tagessieg ging an den ,,German Giant” GABRIEL CLEMENS. Der Deutsche gewann im Finale gegen Luke ,,Woody” Woodhouse mit 8:6. Und wie er das Finale gewann, war Wahnsinn. Gaga checkte den Big Fish zum Titel. So und jetzt blicken wir genauer auf den Turnierverlauf:
Österreich/Deutschland
Der beste Deutsche war Gabriel Clemens. Sonst sah es aus deutscher Sicht sehr schlecht aus. Der zweitbeste Deutsche war Max Hopp, der aber auch schon früh aus dem Turnier ging. Er verlor seine Top 64 Partie gegen Danny Noppert im Decider. Die restlichen Deutschen verabschiedeten sich bereits in Runde 1.
Aus österreichischer Sicht waren Mensur Suljovic und Rusty Jake Rodriguez vertreten. Nachdem Mensur fürs Event 23 abgesagt hatte, war er heute wieder in alter Frische dabei. Er konnte zwar auch nur eine Runde gewinnen, aber spielte einen Average von knapp 100 Punkten. Rusty musste sich leider schon in Runde 1 verabschieden.
T/128
Wie bei jedem Event der Players Championship Turnierserie, blickten die meisten Fans auf die erste Runde. Auch an diesem Turniertag mussten einige Spieler in Runde 1 die Koffer packen. Unter anderem Stephen Bunting, Krzystof Ratajski und der führende der Pro Tour Rangliste Wessel Nijman. Mit Michael Smith und Peter Wright mussten sich gleich zwei ehemalige Weltmeister vom Turnier verabschieden.
Gleich 7 Spieler konnten einen 100+ Average spielen. Den höchsten spielte Tom Bissell mit 104,32 Punkten im Schnitt. Trotz so einem Topspiel unterlag er Michael Van Gerwen mit 5:6.
T/64
In der 2. Runde kamen weniger Überraschungen zum Vorschein. Michael van Gerwen verlor gegen den Tagessieger Gabriel Clemens mit 4:6. Cristo Reyes musste sich gegen Cam Crabtree mit 5:6 geschlagen geben. Gary Anderson verlor gegen den Vizeweltmeister Gian Van Veen mit 4:6. Für die Raymond van Barneveld Fans gibt es leider auch keine guten Nachrichten. Er verlor mit 3:6 gegen Luke Woodhouse.
4 Spieler schafften es, einen Average von 100+ zu spielen. Den besten Average hatte aber Joe Cullen, der mit 105,98 Punkten 6:3 gegen Mensur Suljovic gewinnt. Die nächste Revanche zum WM-Spiel.
T/32
Weiter ging es mit der 3. Runde und auch die hatte es in sich. Mit Josh Rock schied der 8. Platz der diesjährigen Premier League aus dem Turnier aus. Er verlor mit 3:6 gegen Scott Williams. Ebenfalls die Koffer packen durfte der Champion des Events 23, Cameron Menzies. Er verlor mit 5:6 gegen Owen Bates. Ebenfalls verabschieden musste sich der Führende der Development Tour Rangliste Sebastian Bialecki. Er verlor mit 4:6 gegen den Iren Brendan Dolan.
Die einzigen zwei Spieler, die einen 100+ Average spielen konnten, waren Jeffrey de Zwaan und Justin Hood. Den besten spielte Justin Hood in seiner Partie gegen Mervyn King mit 105,90 Punkten im Schnitt.
Achtelfinale
Die Runde der letzten 16 brachte wenig Überraschungen mit sich. Die Favoriten haben ihre Spiele gewonnen. Der WM-Held Justin Hood unterlag Luke Woodhouse mit 3:6 und der ehemalige Weltmeister und Elektriker Rob Cross verlor mit 3:6 gegen ,,The Freeze“ Danny Noppert.
Doch dann kam die Überraschung. Scott Williams konnte gegen Gabriel Clemens einen 9er ins Board nageln. Und der Weg war legendär. Bei 141 Rest ist ja bekanntlich der normale Weg T20+T19+D12 doch Scott Williams hatte andere Pläne. Er spielte nämlich T16+T19+D18. Einen Weg, den so auch nur ein Spieler wie Scott Williams spielt. Von vielen Leuten wird er wegen seiner Art gehatet, aber Scott ,,Shaggy“ Williams hat wieder mal den Hatern gezeigt, was er in der Lage ist zu spielen.
Vom Average gesehen waren die Spiele nicht berühmt. Den einzigen über 100+ spielte Rob Cross, aber das auch nur knapp mit 100,01 Punkten.
Viertelfinale
Gabriel Clemens setzte sich mit 6:1 gegen Mickey Mansell durch
Brendan Dolan gewann mit 6:5 gegen Chris Dobey
Gian Van Veen schlägt mit 6:3 Madars Razma
Luke Woodhouse whitewashed mit 6:0 Danny Noppert
Halbfinale
Gabriel Clemens bezwingt mit 7:3 Brendan Dolan
Luke Woodhouse schlägt mit 7:5 Gian Van Veen
Finale
Gabriel Clemens schlägt mit 8:6 Luke Woodhouse und holt sich damit seinen längst überfälligen ersten PDC-Titel. Gaga spielte 94,53 Punkte im Schnitt und Woodhouse 96
Fazit
Alles in allem war es wieder ein unglaublich spannendes Turnier und wir freuen uns bereits aufs nächste Players Championship Turnier nämlich 25 und 26.
Für Gabriel Clemens eine Riesenerlösung, von dem nach seinem WM-Halbfinale 2023 nicht mehr viel zu hören war. Auch für Woodhouse war es erneut ein Top Turniertag, der weiterhin eine sehr konstante Saison spielt und jedem Spieler gefährlich werden kann. Auch für Scott Williams war es wieder ein Schritt nach vorne der bis ins Viertelfinale kam und einen 9 Darter werfen konnte. Die größte Überraschung des Tages ist klar der German Giant. So unerwartet, aber doch so klar, dass der Mann irgendwann zuschlägt. Die 170 zum Match war nochmal die Kirsche auf der Torte
Aus österreichischer und deutscher Sicht war wie bereits angesprochen außer dem Sieg von Clemens wenig los.
Im Ranking hat sich nicht viel geändert. Nijman immer noch unangefochten auf Platz 1 dahinter Dobey und Doets. Nachdem Brendan Dolan heute wieder einen Top Tag hatte, würde er im Rennen um die Players Championship Finals auf Platz 64 rutschen, aber da haben die Spieler noch Zeit alles zu geben, um sich zu qualifizieren, weil das Turnier erst im November als WM-Generalprobe stattfindet.
Gratulation an den German Giant und wir wünschen euch weiterhin
GOOD DARTS!
