Am Montag, den 06. Juli 2026, fand in der Mattioli Arena in Leicester in England, das 23. Event der diesjährigen Players Championship Serie statt. In der Abwesenheit von 11 aktiven Tourcard Holdern (Jonny Clayton,Matthias Ehlers, Luke Humphries, Luke Littler, Niko Springer, Oskar Lukasiak, Dimitri Van den Bergh, Pascal Rupprecht, Nathan Aspinall, Richard Veenstra und Mensur Suljovic), kämpften wie immer 128 Spieler um den Tagessieg. Anhand der abwesenden Spieler ergab sich vielleicht für den ein oder anderen die Möglichkeit, heute groß aufzuzeigen. Der Sieg am Ende ging überraschend an Cameron MENZIES. Der Schotte konnte sich im Finale gegen einen weiteren Überraschungsmann in Person von Cristo REYES mit 8:5 durchsetzen. Nun blicken wir konkret auf den Turnierverlauf:
Österreich/Deutschland
Nach der Absage von Mensur SULJOVIC war aus österreichischer Sicht lediglich Rusty-Jake RODRIGUEZ mit von der Partie. Er verlor trotz solider Leistung gegen einen gut aufspielenden Callan RYDZ mit 1:6.
Aus deutscher Sicht waren insgesamt 12 Spieler am Start. Die Hälfte davon u.a. Martin SCHINDLER oder Ricardo PIETRECZKO schieden bereits in Runde 1 aus. Fünf weitere (u.a. Gabriel CLEMENS und Max HOPP) mussten dann in Runde 2 die Heimreise antreten. Somit blieb nur noch der junge Yorick HOFKENS über. Der junge Mann konnte die Fahne jedoch stolz hochhalten. Er konnte am heutigen tage bis ins Achtelfinale vorstoßen.
T/128
Wie bei jedem Players Championship Event blickten die Fans gespannt auf die erste Runde. Es mussten gleich mehrere Top 10 Spieler die Heimreise antreten. Ein Riesenschock für alle Fans von Gerwyn PRICE, Gian van VEEN und Michael van GERWEN. Mit Beau GREAVES, Ross SMITH und Andrew GILDING mussten auch gleich drei Tagessieger aus dem Jahr 2026 in Runde 1 eine Niederlage hinnehmen. Für die nostalgischen Fans gab es auch nichts zu feiern. Mit Michael SMITH, Peter WRIGHT und Gary ANDERSON mussten auch drei ehemalige Weltmeister die Heimreise antreten.
In der ersten Runde konnten gleich 13 Spieler die 100+ Marke überbieten. Den höchsten Schnitt hierbei spielte der Titelverteidiger Rob CROSS. Er konnte bei seinem 6:2 Sieg über Keane BARRY konnte er 103,99 Punkte im Schnitt spielen.
T/64
Im Vergleich zu den Überraschungen aus der ersten Runde, konnte die zweite Runde nicht ganz mithalten. Mit Luke WOODHOUSE und Kevin DOETS mussten zwei weitere Tagessieger aus dem Jahr 2026 die Heimreise antreten. Auch für die Niederländer Danny NOPPERT und Jermaine WATTIMENA war bereits Endstation. Für den Engländer Joe CULLEN gab es ebenfalls eine überraschende Niederlage. Ebenfalls vorbei war das Turnier für Raymond van BARNEVELD. Zusätzlich zur Niederlage von Joe CULLEN, konnte er den einzigen 9-Darter des Turniers in der zweiten Runde werfen. Gratulation!
In der zweiten Runde konnten vier Spieler die 100+ Marke überbieten. Den höchsten Schnitt hierbei spielte die Nr. 1 der Setzliste – Wessel NIJMAN. Er konnte bei seinem 6:2 über seinen Landsmann Jeffrey SPARIDAANS 102,60 Punkte im Schnitt werfen.
T/32
Weiter ging es mit der dritten Runde und auch diese hatte einiges zu bieten. Mit Wessel NIJMAN schied die Nr. 1 der Setzliste überraschend aus. Hinzu kamen die Niederlagen von den ehemaligen Tagessiegern James WADE, Chris DOBEY und dem Titelverteidiger Rob CROSS. Mit Krzysztof RATAJSKI, Damon HETA und Stephen BUNTING mussten drei weitere große Namen in Runde 3 die Heimreise antreten.
In der dritten Runde konnten insgesamt vier Spieler die 100+ Marke knacken. Den höchsten Schnitt knallte Kim HUYBRECHTS ins Board. Der Mann mit den meisten geworfen 180ern auf der Tour zeigte wieder einmal seine Klasse. Bei dem 6:3 Erfolg über Chris DOBEY spielte er starke 106,63 Punkte im Schnitt.
Achtelfinale
Die Runde der letzten 16 brachte nicht nur die Niederlage des letzten Deutschen in Person von Yorick HOFKENS, sondern auch die Ein oder Andere Überraschung. Mit Ryan SEARLE schied ein weiterer Tagessieger aus dem Jahr 2026 aus. Auch für den European Tour Sieger in Österreich Josh ROCK war im Achtelfinale Endstation. Für Mike de DECKER oder William O`CONNOR war ebenfalls Schluss.
Mit Cristo REYES und Tom SYKES konnten zwei Spieler die 100+ Marke überspielen, besser gesagt beide 104 Punkte Marke überbieten. Den höheren Schnitt spielte dabei SYKES mit 104,95 Punkten bei seinem 6:2 Erfolg über Kim HUYBRECHTS.
Viertelfinale
- Cristo REYES bezwang Daniel AYRES mit 6:4
- David SHARP eliminierte Tom SYKES mit 6:4
- Cameron MENZIES gewann mit 6:2 gegen Charlie MANBY
- Dave CHISNALL setzte sich mit 6:3 gegen Christian KIST durch
Halbfinale
- Cristo REYES eliminierte David SHARP mit 7:3
- Cameron MENZIES bezwang Dave CHISNALL mit 7:5
Finale
- Cameron MENZIES gewann das Endspiel mit 8:5 gegen Cristo REYES. Dabei konnte MENZIES 95,55 Punkte im Schnitt spielen, während REYES 94,78 Punkte im Schnitt warf.
Fazit
Für Cameron MENZIES ist es insgesamt sein dritte PDC Players Championship Titel seiner Karriere. Aus seiner Sicht konnte er endlich einmal wieder konstant ein Turnier durchspielen. Auch für den Finalisten Cristo REYES aus Spanien ist es ein weiterer Erfolg seiner sehr konstant guten Comebacksaison auf der Tour. Am Tag der Überraschungen ist es schwer sich für eine Überraschung des Tages zu entscheiden. Am Ende geht der Titel an den Schotten David SHARP. Er konnte überraschend das Halbfinale erreichen. Auch für Daniel AYRES war es ein wahnsinnig erfolgreicher Tag. Er konnte als bester Nachrücker bis ins Viertelfinale vorstoßen. Durch die vielen großen Namen, welche bereits in den frühen Runden ausschieden, war am heutigen Tage einiges möglich, um großes Geld für die WM-Qualifikation zu sammeln. Als bestes Leg wurde der 9-Darter von Joe CULLEN ausgezeichnet. Als beste Match Leistung kamen die 106,63 Punkte von Kim HUYBRECHTS in die Wertung. Mit dem Tagessieger Cameron MENZIES, dem Überraschungsmann David SHARP, Karel SEDLACEK, Rob CROSS und dem besten Deutschen Yorick HOFKENS konnten fünf Spieler die 170 checken.
Aus österreichischer Sicht lief es nicht berauschend. Nachdem SULJOVIC gar nicht am Start war gab es wieder einmal eine Erstrundenniederlage für RODRIGUEZ. Für die Deutschen lief es im Kollektiv jedoch auch nicht berauschend. 11 von 12 waren bereits nach der zweiten Runde draußen. Als bester konnte HOFKENS die Fahnen im Achtelfinale hochhalten.
Zum Glück gibt es schon morgen die Möglichkeit es besser zu machen. Morgen steht also das Event Nr. 24 an. Also Gratulation an Cameron MENZIES zum dritten Titel und Game on für morgen!
