Am Dienstag, den 02. Juni 2026, fand in der MK-Arena in Milton Keynes, das 19. Event der diesjährigen Players Championship Serie statt. Wie bei jedem Turnier der Serie stehen auch heute die Absagen der Stars groß im Vordergrund. Mit Matthias EHLERS, Luke HUMPHRIES, Luke LITTLER, Pero LJUBIC, Gerwyn PRICE, Pascal RUPPRECHT, Niko SPRINGER, Michael van GERWEN, Maximilian CZERWINSKI, Niels ZONNEVELD, Ryan SEARLE, Michael SMITH und James WADE, fehlten gleich 13 aktive Tourcard Holder. Somit wurde das Feld mit 13 Nachrückern aufgefüllt. Aufgrund der vielen Absagen bietet sich eine Riesenmöglichkeit einer Überraschung. Als Titelverteidiger ging Luke WOODHOUSE ins Rennen, welcher jedoch den Titel vor zwei Wochen nicht verteidigen konnte. Der Sieger am Ende lautete Jeffrey de GRAAF. Der Schwede konnte sich sehr überraschend am heutigen Tage durchsetzen. Er gewann das Endspiel mit 8:5 gegen Jonny CLAYTON. Nun schauen wir auf den konkreten Turnierverlauf:
Österreich/Deutschland
Aus österreichischer Sicht waren erneut Rusty Jake RODRIGUEZ und Mensur SULJOVIC mit am Start. Besonders erfreulich war es für RODRIGUEZ, er konnte seinen zweiten Sieg im 19. Turnier feiern. Er bezwang in Runde 1 Owen BATES mit 6:5. In Runde 2 verlor er jedoch gegen den Titelverteidiger Luke WOODHOUSE mit 1:6. Für SULJOVIC war der Arbeitstag genau so lang. In Runde 1 setzte sich Österreichs Nr. 1 mit 6:4 gegen Ricardo PIETRECZKO durch, ehe er in Runde 2 mit 4:6 gegen den Nachrücker Nathan POTTER unterlag.
Aus deutscher Sicht waren nach den Absagen von SPRINGER, CZERWINSKI, RUPPRECHT und EHLERS nur 11 Spieler mit von der Partie. Gleich in der ersten Runde schieden jedoch 7, u.a. Gabriel CLEMENS und Ricardo PIETRECZKO, aus. Mit Yorick HOFKENS und Deutschlands Nr. 1 Martin SCHINDLER, mussten zwei weitere in Runde 2 die Heimreise antreten. Lukas WENIG und Max HOPP kamen am Weitesten. Beide konnten zumindest die dritte Runde erreichen. Dennoch ist es kein gutes kollektives Ergebnis der Deutschen.
T/128
Los ging es mit der ersten Runde. Gleich zu Beginn sorgte bei den Fans ein Name besonders für Aufregung. Raymond van BARNEVELD ist zurück. Groß habe er vor einem Monat angekündigt, er mache eine längere Pause, diese scheint jedoch nicht zu passieren. Sein Turnieraufenthalt war jedoch nicht sehr lange. Er verlor mit 1:6 gegen Jonny CLAYTON in Runde 1. Zusätzlich gab es in der ersten Runde einige Überraschungen. Mit Damon HETA, Chris DOBEY, Nathan ASPINALL, Danny NOPPERT, Gian van VEEN, Joe CULLEN, Stephen BUNTING und Dirk van DUIJVENBODE schieden einige Favoriten aus dem Turnier aus.
In der ersten Runde konnten fünf Spieler die 100+ Marke überspielen. Das skurrile dabei, drei davon verloren jedoch ihre Partien, so wie auch der höchste Schnitt der Runde. Der höchste Schnitt ging an Adam GAWLAS aus Tschechien. Er konnte 105,90 Punkte im Schnitt werfen, verlor jedoch seine Partie mit 5:6 gegen Rob OWEN.
T/64
In der zweiten Runde schieden nicht nur die beiden Österreicher aus, sondern auch die ein oder andere Überraschung. Mit Mike de DECKER, Dave CHISNALL und Martin SCHINDLER mussten drei weitere gesetzte Namen die Heimreise antreten. Auch für die einzige Frau im Turnier, Beau GREAVES, war in Runde 2 Endstation. Zum Schluss muss auch noch eine Nr. 1 der Welt in Person von Peter WRIGHT die Heimreise antreten.
In der zweiten Runde konnten sieben Spieler die 100+ Marke überbieten. Den höchsten Schnitt hierbei spielte Connor SCUTT. Er konnte bei seinem 6:2 Erfolg über Adam PAXTON starke 107,53 Punkte im Schnitt werfen.
T/32
In der dritten Runde schieden die letzten beiden deutschsprachigen Vertreter in Person von Max HOPP und Lukas WENIG aus. Mit Gary ANDERSON und Josh ROCK mussten jedoch auch zwei weitere Topfavoriten das Ausscheiden hinnehmen. Hinzu kamen auch die Niederlagen von Tommy MORRIS, Harry WARD, Nathan POTTER und Henry COATES, die letzten verbliebenen Nachrücker des heutigen Tages.
In der dritten Runde konnten sechs Spieler die 100+ Marke knacken. Den höchsten hierbei spielte erneut Connor SCUTT aus England. Der Unterschied zur Runde davor, ist jedoch, dass er diese Runde mit 4:6 verlor und ausschied. Er musste sich trotz 104,42 Punkten Andrew GILDING geschlagen geben.
Achtelfinale
Wie bereits erwähnt fand die Runde der letzten 16 ohne deutschsprachige Beteiligung statt. Im Achtelfinale setzten sich vermehrt die letzten verbliebenen gesetzten Spieler durch, mit Ausnahme von Ross SMITH. Er unterlag einen gut aufspielenden William O´CONNOR mit 2:6.
Im Achtelfinale konnten fünf Spieler über 100+ Punkte im Schnitt werfen. Den höchsten hierbei spielte William O´CONNOR. Der Mann aus Irland konnte bei seinem 6:2 Erfolg über Ross SMITH starke 108,11 Punkte im Schnitt werfen.
Viertelfinale
Die Viertelfinalbegegnungen brachten folgende Ergebnisse:
- Jeffrey de GRAAF eliminierte die Nr.1 der Setzliste Wessel NIJMAN mit 6:4
- Luke WOODHOUSE bezwang Mickey MANSELL mit 6:4
- Rob CROSS setzte sich mit 6:5 gegen William O´CONNOR durch
- Jonny CLAYTON gewann mit 6:1 gegen den Spanier Cristo REYES
Mit NIJMAN und CLAYTON konnten zwei Spieler über 100 Punkte im Schnitt spielen, mit dem besseren Ende für CLAYTON. Er lieferte im Viertelfinale die Bestleistung mit 100,44 Punkten im Schnitt.
Halbfinale
Die Halbfinalbegegnungen brachten folgende Ergebnisse:
- Jeffrey de GRAAF bezwang den Titelverteidiger Luke WOODHOUSE mit 7:6
- Jonny CLAYTON setzte sich in einem tollen Spiel mit 7:4 gegen Rob CROSS durch
Im Spiel CLAYTON gegen CROSS konnten beide Spieler ihr A-Game abliefern. Beide spielten über 100 Punkte im Schnitt. CROSS kam mit 105,97 Punkte um die Ecke, hatte jedoch gegen CLAYTON seine 111,21 Punkte im Schnitt keine Chance
Finale
- Jeffrey de GRAAF gewann das Endspiel mit 8:5 gegen Jonny CLAYTON. Hierbei spielte der Schwede 101,11 Punkte im Schnitt, währende CLAYTON 100,69 Punkte im Schnitt warf.
Fazit
Was für ein überraschender Tag. Was für ein Turnier. Am Ende konnte Jeffrey de GRAAF höchstverdient den Sieg für sich beanspruchen. Nach Siegen über die Nr. 1, Wessel NIJMAN, im Viertelfinale, dem Titelverteidiger Luke WOODHOUSE im Halbfinale und im Finale gegen einen Top 10 Spieler, Jonny CLAYTON, kann man nichts mehr tun, als den imaginieren Hut zu ziehen. Mit einem Turnieraverage von über 95 Punkten ist es somit der zweite PDC Pro Tour Titel für den Schweden de GRAAF. Für CLAYTON war es ein weiteres Top Ergebnis in dieser Saison. Das gleiche gilt auch für Luke WOODHOUSE. Nach seinem Sieg vor zwei Wochen und dem European Titel am vergangenen Wochenende, geht die Formkurve weiter steil nach oben. Neben de GRAAF geht die Überraschung des Tages an Rob CROSS. Der ehemalige Weltmeister dürfte wieder langsam zu seiner alten Form finden. Nach mehreren konstanten Leistungen in den letzten Wochen, gab es am heutigen Tage ein Halbfinale zu feiern. Gleich vier Nachrücker (Tommy MORRIS, Harry WARD, Nathan POTTER und Henry COATES) konnten am heutigen Tage die dritte Runde erreichen. Gratulation! Insgesamt gab es gleich fünfmal einen 10-Darter als bestes Leg. Mit Ritchie EDHOUSE, dem Finalisten Jonny CLAYTON, Josh ROCK, Jeffrey SPARIDAANS und Andrew GILDING, verpassten gleich fünf Spieler knapp den 9-Darter. Der beste Matchaverage war natürlich die Leistung im Halbfinale von Jonny CLAYTON. Gegen einen stark aufspielenden Rob CROSS knallte er 111,21 Punkte ins Board. Im Turnierverlauf gab es dreimal die 170 zu begutachten. Mit Ryan JOYCE und dem Tagessieger gleich zweimal Jeffrey de GRAAF konnten die beiden den Erfolg für sich verbuchen.
Aus österreichischer Sicht gab es zweimal einen Sieg zu feiern. Besonders schön für Rusty Jake RODRIGUEZ, in der schweren Saison. Auch aus Sicht unserer deutschen Nachbarn lief es nicht allzu gut. Lediglich zwei Spieler in der dritten Runde widerspiegelt nicht die gute Form der Deutschen. Mund abputzen, vergessen und morgen wieder angreifen.
Morgen am Mittwoch, den 03. Juni, geht es schon mit Event Nr. 20 weiter. Nochmals Gratulation an Jeffrey de GRAAF. Somit bleibt nur noch sagen Game on und Daumen drücken für morgen!
