Am Dienstag, den 12. Mai 2026, fand das 15. Event der diesjährigen Players Championship Serie statt. Es wurde in der Mattioli Arena in Leicester (England) gespielt. Wie bereits auch bei den vorherigen Events ist auch dieses Event von zahlreichen Absagen gezeichnet. Insgesamt fehlen in diesem Turnier 15 Tourcard Holder, u.a. Luke LITTLER, Luke HUMPHRIES, Gerwyn PRICE, Danny NOPPERT, Nathan ASPINALL oder Gary ANDERSON. Als Titelverteidiger von vorheriger Woche geht Wessel NIJMAN ins Turnier. Er selbst konnte am heutigen Tage nicht zuschlagen, jedoch ein Landsmann von ihm. Der Sieg geht am Ende mehr als verdient an Michael van GERWEN. Endlich mal wieder ein Turniersieg auf der Pro Tour. Er gewann das Endspiel gegen einen anderen Niederländer, in Person von Dirk van DUIJVENBODE, mit 8:5. Nun blicken wir konkret auf den Turnierverlauf:
Österreich/Deutschland
Aus österreichischer Sicht lief dieses Turnier katastrophal. Rusty Jake RODRIGUEZ verlor erneut in Runde 1, diesmal mit 4:6 gegen den Schotten Greg RITCHIE. Auch für SULJOVIC gab es eine Erstrundeniederlage. Nach zuletzt so guten Leistungen, ein erneuter Rückschlag. Er verlor gegen den Dominator der Challenge Tour und somit Nachrücker Joe HUNT mit 5:6.
Aus deutscher Sicht waren am heutigen Tage 13 Spieler am Start. Bereits 10 Spieler (u.a. HOPP und CLEMENS) mussten bereits in Runde 1 das Ausscheiden hinnehmen. Auch PIETRECZKO schied aufgrund einer andauernden Dartitis-Erkrankung aus. Er konnte nicht mehr als 76 Punkte im Schnitt spielen und ging mit 0:6 unter. Hoffentlich geht es bald wieder bergauf. Leon WEBER und Niko SPRINGER schieden in Runde 3 aus. Martin SCHINDLER, Deutschlands Nr. 1, hielt die Fahnen hoch. Er marschierte bis ins Halbfinale, ehe er sich in einem absurden Spiel gegen van GERWEN mit 0:7 geschlagen geben musste.
T/128
Wie immer blickten die Fans gespannt auf die erste Runde, welche Überraschungen gleich zu Beginn des Turniers passieren würden. In der ersten Runde schieden gleich vier ehemalige Weltmeister aus. Mit Michael SMITH, Raymond van BARNEVELD, Rob CROSS und Peter WRIGHT mussten gleich vier vergangene Aushängeschilder der Kompanie die Heimreise antreten. Hinzu kamen die Niederlagen von James WADE und Damon HETA.
In der ersten Runde konnten gleich 12 Spieler die 100+ Marke überspielen. Den höchsten Schnitt spielte dabei der Deutsche Niko SPRINGER. Er konnte bei seinem 6:1 Sieg über den Nachrücker Christopher WICKENDEN unglaubliche 112,48 Punkte im Schnitt werfen.
T/64
Zu Beginn der zweiten Runde war bereits klar, dass die meisten deutschsprachigen Spieler bereits ausgeschieden waren und weitere Überraschungen blieben größtenteils aus. Mit Kevin DOETS und Ryan SEARLE mussten zwei Tagessieger aus dem Jahr 2026 die Heimreise antreten.
In der zweiten Runde konnten neun Spieler die 100+ Marke knacken. Den höchsten Schnitt spielte dabei Chris DOBEY. Hollywood konnte bei seinem 6:3 Sieg über Owen BATES starke 108,72 Punkte im Schnitt werfen.
T/32
In der dritten Runde stellte eine Partie alles andere in den Schatten. Chris DOBEY und Richard VEENSTRA lieferte sich ein knackiges Duell. Beide konnten über 110 Punkte im Schnitt spielen. Am Ende gewann DOBEY mit 6:2. Mit Ross SMITH und Jonny CLAYTON schieden zwei Topfavoriten aus.
In der dritten Runde konnte 11 Spieler die 100+ Marke überbieten. Den höchsten Schnitt spielte dabei Martin SCHINDLER. Der Deutsche knallte 113,79 Punkte im Schnitt ins Board, bei seinem 6:2 Sieg über Darius LABANAUSKAS.
Achtelfinale
In der Runde der letzten 16 schied unter anderem der Titelverteidiger Wessel NIJMAN aus. Er verlor im Decider gegen Martin SCHINDLER. Mit Gian van VEEN und Chris DOBEY mussten zwei weitere Top Favoriten die Heimreise antreten. Mit Derek COULSON wurde der letzte Nachrücker im Achtelfinale eliminiert.
6 der 16 Spieler konnten die 100+ Marke überbieten. Den höchsten Schnitt hierbei spielte der Publikumsliebling Stephen BUNTING. Er konnte bei seinem 6:3 Sieg über Andy BOULTON starke 106,85 Punkte im Schnitt werfen.
Viertelfinale
Die Viertelfinalbegegnungen brachten folgende Ergebnisse:
- Martin SCHINDLER gewann gegen Richie EDHOUSE mit 6:2
- Michael van GERWEN setzte sich mit 6:2 gegen Beau GREAVES durch
- Dirk van DUIJVENBODE bezwang den frisch gebackenen Austrian Darts Open Sieger Josh ROCK mit 6:3
- Stephen BUNTING warf Joe CULLEN mit 6:3 aus dem Turnier
Michael van GERWEN konnte mit 102,47 Punkte im Schnitt als einziger Spieler die 100+ Marke überbieten.
Halbfinale
Die Halbfinale brachten folgende Ergebnisse:
- Michael van GERWEN gewann mit 7:0 gegen Martin SCHINDLER
- Dirk van DUIJVENBODE setzte sich mit 7:5 gegen Stephen BUNTING durch.
Gleich drei von vier Spieler in Person von DUIJVENBODE, SCHINDLER und van GERWEN konnten die 100+ Marke überbieten. Van GERWEN spielte dabei den höchsten Schnitt mit insgesamt 122,34 Punkte im Schnitt. Es ist der siebend höchste Matchschnitt auf der Pro Tour aller Zeiten!
Finale
- Michael van GERWEN gewann das Endspiel mit 8:5 gegen Dirk van DUIJVENBODE. Van GERWEN warf dabei 106,57 Punkte im Schnitt, während van DUIJVENBODE 101,86 Punkte im Schnitt spielte.
Fazit
Am Ende ist es Michael van GERWEN, der sich den Tagessieg holt. Nach über einem Jahr Wartezeit konnte Michale van GERWEN wieder einen PDC-Titel gewinnen. Zusätzlich spielte er den siebthöchsten Match-Average auf der Pro Tour aller Zeiten. Mit einem Turnierschnitt über 100 Punkten, lieferte er eine beachtliche Leistung am heutigen Tage. Ist er endlich zurück? Man wird es sehen! Auch für DUIJVENBODE ist es seit längerem wieder ein tiefer Run. Die Überraschung des Tages ist Ritchie EDHOUSE, er konnte bis ins Viertelfinale vorstoßen. Auch für Beau GREAVES, welche das Viertelfinale erreichen konnte, war es für die einzige Frau auf der Tour, wieder ein Top-Ergebnis. Der beste Nachrücker am heutigen Tage war Derek COULSON, welcher das Achtelfinale erreichen konnte. Insgesamt gab es 5x einen 10-Darter. Dirk van DUIJVENBODE gelang dies zweimal, während Martin SCHINDLER, Rhys GRIFFIN und Cristo REYES einmal den Erfolg verbuchen konnten. Den höchsten Matchschnitt, wie bereits angesprochen, konnte Michael van GERWEN verbuchen. Was für eine Leistung, diese 122,34 Punkte im Schnitt. Mit David SHARP und Ritchie EDHOUSE konnten zwei Spieler die 170 im Turnierverlauf checken.
Aus österreichischer Sicht lief es nicht gut. RODRIGUEZ und SULJOIVC schieden beide bereits in Runde 1 aus. Auch aus deutscher Sicht lief es im Kollektiv nicht gut. Während 10 bereits in Runde 1 ausschieden, konnte zumindest Martin SCHINDLER mit dem Erreichen des Halbfinals die Fahnen hochhalten.
Am Ende gibt es den ersten Titel seit über einem Jahr für Michael van GERWEN zu feiern. Was für ein Tag! Gratulation an MVG. Was sagt ihr dazu? Lasst uns gern eure Meinung da! Also – Daumen drücken für eure Lieblinge. Game on für Morgen!
