Am 04. Mai 2026 fand in Hildesheim (Deutschland) das 13. Event der diesjährigen Players Championship Serie statt. In der Abwesenheit von gleich 15 aktiven Tourcard Holder, wurden 15 Spieler über diverse Ranglisten nachnominiert. Es fehlten einige bekannte Namen am heutigen Tage, u.a. Nathan ASPINELL, Luke LITTLER, Stephen BUNTING, Gerwyn PRICE, Josh ROCK, Jonny CLAYTON oder Gian van VEEN. Die perfekte Möglichkeit für Überraschungen. Als Titelverteidiger ging Wessel NIJMAN ins Turnier. Am Ende ging der Sieg an den Niederländer Kevin DOETS. Ein Spieler, welcher in der letzten Zeit einiges an Aufschwung hatte, er gewann dadurch seinen ersten PDC-Titel. Er gewann das Endspiel mit 8:5 gegen Luke WOODHOUSE. Nun blicken wir konkret auf ein Turnier, welches alles hatte, 9-Darter, hohe Averages und vor allem viele Überraschungen:
Österreich/Deutschland
Aus österreichischer Sicht waren Rusty-Jake RODRIGUEZ und Mensur SULJOVIC mit von der Partie. Wie so oft, gab es eine Erstrundenniederlage für RODRIGUEZ. Er verlor mit 5:6 gegen Cor DEKKER aus Norwegen. Dann kommen wir gleich zur ersten Überraschung des Tages, nämlich Mensur SULJOVIC. Was für ein Tag! Nach Siegen über Ian WHITE (6:4), Niels ZONNEVELD (6:5), Thibault TRICOLE (6:1), Ritchie EDHOUSE (6:0) und Darius LABANAUSKAS (6:4) erreicht „TheGentle“ tatsächlich das Halbfinale. Im Halbfinale fand er nicht zu seinem Spiel und schied schlussendlich mit 2:7 gegen Luke WOODHOUSE aus. Was für ein Tag für SULJOVIC.
Aus deutscher Sicht gingen insgesamt 17 Spieler an den Start. 9 davon, u.a. Gabriel CLEMENS, Ricardo PIETRECZKO und Max HOPP, mussten bereits in Runde 1 die Heimreise antreten. 6 weitere flogen in Runde 2 raus. Mit Martin SCHINDLER und Niko SPRINGER schieden in Runde 3 auch schon die letzten beiden aus. Was für ein kollektiv schlechtes Ergebnis aus deutscher Sicht.
T/128
Viele Fans blickten natürlich gespannt auf die erste Runde. Die hatte wie immer eigentlich einiges zu bieten. Mit Gary ANDERSON und Damon HETA schieden gleich zwei Namen aus, die bei den sogenannten Floor Events immer weit vorne zu finden sind. Auch für Michael SMITH, welcher zuletzt in einem Finale gestanden ist, gab es hier bereits eine Niederlage in Runde 1. Für Dimitri van den BERGH, Raymond van BARNEVELD und Peter WRIGHT geht es katastrophal weiter. Keiner von den Dreien kam über einen Schnitt von 86 hinweg und lediglich einer von ihnen konnte gerade einmal zwei Legs gewinnen. Was für eine fatale Form der Sorgenkinder.
In der ersten Runde konnten fünf Spieler die 100+ Marke überbieten. Den höchsten Schnitt spielte dabei Dirk van DUIJVENBODE. Bei seinem 6:3 Erfolg über den Letten Madars RAZMA, konnte Dirk unglaubliche 109,10 Punkte im Schnitt spielen. Hinzu kam noch, dass DUIJVENBODE den einzigen 9-Darter des Tages warf. Gratulation!
T/64
Weiter ging es mit der zweiten Runde. Die größte Überraschung ist das Ausscheiden der Nr. 1 der Setzliste und Titelverteidiger Wessel NIJMAN. Er verlor überraschend gegen Viktor TINGSTROM aus Schweden. Mit James WADE schied ein weiterer ehemaliger Tagessieger aus. Hinzu kamen die Niederlagen von den Niederländern Niels ZONNEVELD und Dirk van DUIJVENBODE. Zwei Spieler, die in der letzten Zeit immer für Aufsehen sorgten.
In der zweiten Runde konnten sechs Spieler die 100+ Marke knacken. Den höchsten Schnitt spielte dabei der Niederländer Richard VEENSTRA. Er konnte starke 107,62 Punkte im Schnitt spielen. Er verlor trotz alldem gegen Ritchie EDHOUSE.
T/32
In der dritten Runde ging es munter weiter. Zunächst gab es die Niederlage von Michael van GERWEN. Weiter ging es mit Rob CROSS. Hinzu kamen die Niederlagen von den ehemaligen Tagessiegern Ross SMITH und der weiblichen Vertretung Beau GREAVES. Mit Joe CULLEN und Mike de DECKER mussten zwei weitere Mitfavoriten die Heimreise antreten.
In der dritten Runde konnten acht Spieler die 100+ Marke überspielen. Andrew GILDING spielte gefühlt aus einem anderen Universum. Bei seinem 6:0 Sieg über Joe CULLEN warf er unglaubliche 118,66 Punkte im Schnitt. GILDING hatte noch nie in seiner langen Karriere so einen hohen Average gespielt.
Achtelfinale
Die Runde der letzten 16 beinhaltete die Niederlagen von Krzysztof RATAJSKI, Jermaine WATTIMENA oder Dave CHISNALL. Mit Derek COULSON schied der letzte verbliebene Nachrücker aus dem Turnier aus.
Im Achtelfinale konnten 4 Spieler die 100+ Marke knacken. Den höchsten Schnitt dabei spielte Jermaine WATTIMENA. Wie auch zwei Runde zuvor bei VEENSTRA verlor auch WATTIMENA sein Spiel trotz eines Schnitts von 107,83 Punkten.
Viertelfinale
Die Viertelfinalbegegnungen brachten folgende Ergebnisse:
- Maik KUIVENHOVEN bezwang Andre GILDING mit 6:4
- Kevin DOETS gewann gegen Rob OWEN mit 6:2
- Luke WOOSHOUSE setzte sich mit 6:4 gegen Chris DOBEY durch
- Mensur SULJOVIC eliminierte Darius LABANAUSKAS mit 6:4
Der spätere Sieger, Kevin DOETS, konnte als einziger Spieler über 100+ im Schnitt spielen. Er konnte starke 107,19 Punkte im Schnitt spielen.
Halbfinale
Die Halbfinale brachten folgende Ergebnisse:
- Kevin DOETS bezwang im Duell der Niederländer Maik KUIVENHOVEN mit 7:1
- Luke WOODHOUSE setzte sich mit 7:2 gegen Mensur SULJOVIC durch
Finale
- Kevin DOETS gewann das Endspiel gegen Luke WOODHOUSE mit 8:5. Dabei konnte DOETS 100,61 Punkte im Schnitt spielen, während WOODHOUSE 94,26 Punkte im Schnitt werfen konnte.
Fazit
Das Turnier an sich war, wie bereits am Anfang erwähnt, sehr einladend für Überraschungen. Der Sieger Kevin DOETS ist jedoch keine. Er feierte hiermit zwar erst seinen ersten PDC-Titel, war jedoch immer wieder in dieser Saison weit vorne zu finden. Auch für den Finalisten, Luke WOODHOUSE, ist es ein weiteres gutes Ergebnis im Jahr 2026. Die Überraschung des Tages teilen sich zwei Leute. Mit Maik KUIVENHOVEN und Mensur SULJOVIC standen zwei Spieler im Halbfinale, die man bei weitem nicht auf den Zettel hatte. Das beste Leg des Turniers ging bekanntlicherweise an Dirk van DUIJVENBODE. Er konnte den einzigen 9-Darter des Tages werfen. Der beste Schnitt des Turniers ging an Andre GILDING. „Goldfinger“ warf unglaubliche 118,66 Punkte im Schnitt bei seinem 6:0 Sieg über Joe CULLEN. Insgesamt gab es fünfmal die 170 zu begutachten. Beau GREAVES, Wessel NIJMAN, William O´CONNOR, Martin SCHINDLER und Darius LABANAUSKAS konnten sich diesen Erfolg verbuchen. Aus österreichischer Sicht lief es aus Sicht von SULJOIVC fantastisch. Was für ein Run am heutigen Tage. Erinnerte fast an den Mensur von vor acht Jahren. Aus deutscher Sicht lief es ganz schlecht. Insgesamt waren 17 Spieler am Start, keiner schaffte es über die 3. Runde hinaus. Ein kollektiv enttäuschendes Ergebnis. Am Ende bleibt nur noch Kevin DOETES zu seinem Premierentitel zu gratulieren. Morgen geht es schon weiter, denn das PC-Event 14 steht in Hildesheim auf dem Plan. Also Daumen drücken und Game on für morgen!
