European Darts Grand Prix (Sindelfingen🇩🇪)
Das fünfte Event der European Tour 2026, der European Darts Grand Prix im Glaspalast von Sindelfingen, entwickelte sich am Finaltag zu einem hochklassigen Turnier mit mehreren engen Entscheidungen und einem letztlich verdienten Sieger in Gerwyn Price.
Viertelfinale
Bereits in den Viertelfinals zeigte sich, wie ausgeglichen das Teilnehmerfeld war. Krzysztof Ratajski setzte sich in einem dramatischen Entscheidungsleg mit 6:5 gegen Danny Noppert durch, während Ross Smith mit 6:4 gegen Nathan Aspinall gewann. Für eine Überraschung sorgte Wessel Nijman, der Michael van Gerwen deutlich mit 6:2 bezwang. Besonders aus deutschsprachiger Sicht stand das Duell zwischen Martin Schindler und Gerwyn Price im Fokus: Schindler spielte stark und hatte sogar einen Matchdart, unterlag am Ende jedoch knapp mit 5:6.
Halbfinale
In den Halbfinals bestätigten sich dann die Leistungen der zuvor überzeugenden Spieler. Ross Smith setzte sich mit 7:5 gegen Ratajski durch und zog damit ins Endspiel ein. Im zweiten Halbfinale zeigte Gerwyn Price seine Klasse und gewann mit 7:4 gegen Nijman. Damit standen sich im Finale zwei Spieler gegenüber, die über das gesamte Turnier hinweg konstant hohe Leistungen gezeigt hatten.
Finale
Das Finale entwickelte sich zu einem würdigen Abschluss des Turniers. Ross Smith hielt die Partie lange offen, doch Gerwyn Price behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven und gewann schließlich mit 8:6. Mit diesem Erfolg sicherte sich Price bereits seinen zehnten Titel auf der European Tour und bestätigte seine starke Form eindrucksvoll.
Deutschland 🇩🇪
Die deutschen Spieler präsentierten sich insgesamt solide, konnten aber nicht ganz in die absolute Spitze vorstoßen. Martin Schindler war der herausragende Akteur aus deutscher Sicht: Er überzeugte insbesondere im Achtelfinale mit einem klaren Sieg gegen Jonny Clayton und erreichte das Viertelfinale, wo er nur hauchdünn am späteren Turniersieger scheiterte.
Auch Niko Springer zeigte mit seinem Sieg gegen Gary Anderson und dem Einzug ins Achtelfinale eine starke Leistung, schied dort jedoch gegen Danny Noppert aus. Weitere deutsche Teilnehmer wie Michael Unterbuchner konnten zwar einzelne Matches gewinnen, kamen aber nicht über die frühen Runden hinaus.
Österreich 🇦🇹
Aus österreichischer Sicht verlief das Turnier deutlich enttäuschender. Mensur Suljović war zwar im Teilnehmerfeld vertreten, spielte jedoch keine prägende Rolle im Turnierverlauf und konnte nicht in die entscheidenden Phasen vorstoßen. Insgesamt blieb ein tiefes Vordringen eines österreichischen Spielers in die späten Runden aus, sodass Österreich sportlich hinter den Erwartungen zurückblieb.
Zusammenfassend war der Finaltag des Turniers geprägt von engen Matches und einem hochklassigen Endspiel. Gerwyn Price setzte sich letztlich dank seiner Konstanz und Nervenstärke durch, während insbesondere Martin Schindler als bester deutschsprachiger Spieler mit einem starken, wenn auch unvollendeten Turnierauftritt überzeugte.
