Die Belgian Darts Open 2026, die vom 20. bis 22. März im belgischen Wieze ausgetragen wurde, bot am Finaltag hochklassigen Dartsport und einige eindrucksvolle Leistungen der Weltelite.
Besonders in den entscheidenden Runden zeigte sich, dass sich vor allem die Topspieler durchsetzen konnten, während Überraschungen eher selten blieben.
Viertelfinale
In den Viertelfinals setzte sich zunächst Jonny Clayton sehr souverän gegen den Belgier Andy Baetens durch. Mit einem deutlichen 6:1 ließ Clayton seinem Gegner kaum eine Chance und unterstrich früh seine Ambitionen auf den Turniersieg.
Deutlich spannender verlief hingegen die Partie zwischen Luke Humphries und Chris Dobey. In einem engen und umkämpften Match konnte sich Humphries knapp mit 6:5 durchsetzen, wobei er bereits hier seine mentale Stärke unter Beweis stellte.
Parallel dazu gewann Michael van Gerwen sein Viertelfinale mit 6:4 gegen Ryan Joyce und zeigte dabei eine solide, wenn auch nicht überragende Leistung.
Das vierte Viertelfinale entschied Niels Zonneveld mit 6:3 gegen Danny Noppert für sich, womit er sich als Außenseiter einen Platz im Halbfinale sicherte.
Halbfinale
Im Halbfinale spitzte sich das Niveau weiter zu.
Jonny Clayton traf auf Niels Zonneveld und lieferte sich mit ihm ein äußerst enges Duell, das erst im Decider entschieden wurde. Clayton behielt schließlich mit 7:6 die Oberhand, musste dafür jedoch deutlich mehr investieren als noch im Viertelfinale.
Im zweiten Halbfinale kam es zum Duell zwischen Luke Humphries und Michael van Gerwen, das viele Zuschauer als vorweggenommenes Finale betrachteten. Überraschenderweise entwickelte sich jedoch eine einseitige Partie, in der Humphries von Beginn an dominierte. Mit einem Average jenseits der 100-Punkte-Marke setzte er sich klar mit 7:2 durch und ließ van Gerwen kaum Entfaltungsmöglichkeiten.
Finale
Das Finale zwischen Luke Humphries und Jonny Clayton begann zunächst eindeutig zugunsten des Engländers. Humphries spielte nahezu fehlerfrei und zog schnell auf 6:1 davon, wodurch das Spiel früh entschieden schien.
Clayton gab sich jedoch nicht auf und kämpfte sich mit mehreren starken Legs zurück ins Match, sodass zwischenzeitlich wieder Spannung aufkam.
Letztlich behielt Humphries jedoch die Nerven, stoppte die Aufholjagd seines Gegners rechtzeitig und sicherte sich mit einem 8:6-Erfolg den Turniersieg.
Mit diesem Triumph bestätigte er einmal mehr seine derzeitige Ausnahmestellung im internationalen Dartsport.
Deutschland 🇩🇪
Aus deutscher Sicht verlief das Turnier insgesamt enttäuschend. Kein Spieler aus Deutschland schaffte es, bis in die entscheidenden Runden vorzudringen. Auch etablierte Namen wie Martin Schindler konnten nicht an ihre besten Leistungen anknüpfen und schieden bereits vor dem Finaltag aus. Insgesamt fehlte es den deutschen Teilnehmern sowohl an Konstanz als auch an den entscheidenden Momenten auf den Doppelfeldern, um sich gegen die internationale Konkurrenz durchzusetzen.
Österreich 🇦🇹
Ähnlich unauffällig präsentierten sich die österreichischen Spieler bei diesem Event. Auch hier gelang es keinem Teilnehmer, sich nachhaltig in Szene zu setzen oder die späteren Turnierphasen zu erreichen. Österreich spielte somit im Gesamtverlauf des Turniers keine bedeutende Rolle, und es fehlten sowohl sportliche Highlights als auch tiefe Runs im Tableau.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Belgian Darts Open 2026 vor allem von der Klasse der Topspieler geprägt waren. Luke Humphries ragte am Finaltag besonders heraus und sicherte sich verdient den Titel, während Spieler wie Jonny Clayton und Michael van Gerwen ebenfalls starke Leistungen zeigten.
Für die deutschsprachigen Teilnehmer hingegen bleibt das Turnier eher als verpasste Gelegenheit in Erinnerung.

Was für ein geiles Turnier von nicht Tourcard Holder Andy BAETENS.