Am 25. August 2025 fand in Milton Keynes, in England, das Players Championship Event Nr. 24 statt. Nach der zuletzt eher mauen Beteiligung der Topstars, waren dieses Mal die Big Guys, mit einzelnen Ausnahmen, alle mit dabei. Nach den Absagen von Maximilian Czerwinski, Chris Dobey, Luke Humphries, Haupai Puha, Josh Rock, Nathan Rafferty, Jules van Dongen und Tim Wolters wurden 8 Spieler nachnominiert. Nun stellte man sich die Frage, wer die 15.000 Pfund Preisgeld gewann. Der Sieg ging nach Schweden und somit wurde Geschichte geschrieben. Jeffry de GRAAF gewann mit 8:7 gegen Stephen BUNTING. Ein 9-Darter wurde auch geworfen. Nun blicken wir aber auf den Turnierverlauf.
Österreich/Deutschland
Aus österreichischer Sicht waren wie immer Mensur SULJOVIC und Rusty-Jake RDORIGUEZ mit am Start. Für RODRIGUEZ gab es die nächste Erstrundeniederlage. Er verlor mit 3:6 gegen Steve LENNON. Für Mensur SULJOVIC gab es zumindest einen Erfolg. Er konnte in Runde 1 gegen Robert GRUNDY mit 6:0 gewinnen, ehe er in Runde 2 gegen Dirk van DUIJVENBODE mit 3:6 ausschied.
Aus deutscher Sicht waren nach den Absagen von WOLTERS und CZERWINSKI 10 Spieler mit dabei. In der ersten Runde verloren gleich sieben Spieler u.a. CLEMENS, SPRINGER od. PIETRECZKO ihre Auftaktpartien. Dominik GRÜLLICH verlor in Runde 2. Am weitesten am heutigen Tag kamen Florian HEMPEL und Martin SCHINDLER. Beide schieden am Ende in Runde 3 aus.
T/128
Wie zu Beginn jedes Players Championship Events blickten die Fans gespannt auf die 1. Runde, welche Überraschungen diesmal zustande kamen. Vermehrt blieben jedoch die großen Überraschungen aus. Mit Gian van VEEN und Danny NOPPERT mussten jedoch zwei der großen niederländischen Hoffnungsträger die Heimreise antreten.
In der ersten Runde konnten 9 Spieler die 100+ Marke überbieten. Den höchsten Schnitt spielte dabei der Belgier Mike de DECKER. Er konnte bei seinem 6:2 Sieg über Wesley PLAISIER starke 108 Punkte im Schnitt werfen. Besonders herauszuheben ist die Leistung von Nachrückerin Beau GREAVES. Die einzige Dame im Feld spielte unglaubliche 107,36 Punkte, den zweitbesten in Runde 1, bei ihrem 6:0 Sieg über Dennie Olde KALTER.
T/64
In der zweiten Runde schied nicht nur Mensur SULJOVIC aus dem Turnier aus, sondern auch Mike de DECKER, Wessel NIJMAN, Damon HETA, Ryan SEARLE, Peter WRIGHT, Andrew GILDING und Raymond van BARNEVELD. Somit wurden in der zweiten Runde einige Mitfavoriten aus den Titelgeschehen genommen.
In der zweiten Runden konnten erneut 9 Spieler die 100+ Marke knacken. Den höchsten Schnitt spielte dabei der Engländer Dave CHISNALL. „Chizzy“ konnte bei seinem 6:2 Erfolg über Keane BARRY starke 106,28 Punkte im Schnitt spielen. Besonders herauszuheben ist der Erfolg von Beau GREAVES. GREAVES konnte auch ihr zweites Spiel gewinnen. Diesmal eliminierte sie den mehrfachen Weltmeister Raymond van BARNEVELLD. Einfach Weltklasse!
T/32
Die dritte Runde brachte u.a. die Niederlagen der letzten deutschsprachigen Spieler. Mit Jonny CLAYTON, James WADE, Dave CHISNALL und Jose de SOUSA verloren drei ehemalige Top 10 Spieler ihre Partien. Zusätzlich schied ein ehemaliger Sieger in Person von Jermaine WATTIMENA aus.
In der dritten Runde wurden fünfmal die 100+ Marke überboten. Den höchsten Schnitt spielte dabei der ehemaliger Weltmeister Rob CROSS. Bei seinem 6:2 Sieg über Darren BEVERIDGE spielte er starke 107,18 Punkte im Schnitt.
In der dritten Runde gabs auch den einzigen 9-Darter des Tages, geworfen in Person von Scott WILLIAMS. Ihm gelang das perfekte Leg bei seinem 6:0 Erfolg über James HURRELL.
In der dritten Runde blickten jedoch jeder Dartsfan auf eine Partie. Das Aufeinandertreffen von Luke LITTLER und Beau GREAVES. Das Duell zweier Aushängeschilder. Die beste der Damenwelt gegen das Jahrhunderttalent der Herrenwelt. Luke LITTLER gewann im Decider mit 6:5, obwohl Beau GREAVES starke 101,92 Punkte im Schnitt warf, reichte es nicht LITTLER zu eliminieren. Was für ein Spiel!
Achtelfinale
In der Runde der letzten 16 gab es einige Überraschungen. Vor allem die Niederlage von Michael van GERWEN lässt einige aufhorchen. Van GERWEN warf 107,97 Punkte im Schnitt, schied aber mit 3:6 gegen Scott WILLIAMS aus. Das Ausscheiden von Luke LITTLER (4:6) gegen Rob CROSS gab auch durchaus überraschend. Auch der letzte verbliebene Nachrücker in Person von Jamai van den HERIK schied in der Runde der letzten 16 aus.
In der Runde der letzten 16 konnten sechs Spieler die 100+ Marke überbieten. Den höchsten Schnitt spielte wie oben schon angesprochen Michael van GERWE, bei seiner 3:6 Niederlage gegen Scott WILLIAMS
Viertelfinale
Die Viertelfinalbegegnungen brachte folgende Ergebnisse:
- Scott WILLIAMS besiegte Dirk van DUIJVENBODE mit 6:4
- Jeffrey de GRAAF eliminierte Alan SOUTAR mit 6:2
- Stephen BUNTING warf Rob CROSS mit 6:1 aus dem Turnier
- Ross SMITH bezwang Karel SEDLACEK mit 6:1
Den höchsten Schnitt spielte Rob CROSS bei seinem Ausscheiden mit 102 Punkten
Halbfinale
Die Halbfinalbegegnungen brachte folgende Ergebnisse:
- Jeffrey de GRAAF bezwang Scott WILLIAMS mit 7:1
- Stephen BUNTING eliminierte Ross SMITH mit 7:2
Stephen BUNTING konnte mit 106,49 Punkten als einziger Spieler die 100+ Marke knacken
Finale
- Jeffrey de GRAAF schlug Stephen BUNTING im Endspiel mit 8:7. Dabei spielte der Schwede 102,10 Punkte im Schnitt während BUNTING 106,31 Punkte im Schnitt warf.
Fazit
Für de GRAAF ist es der erste PDC Ranking Titel und somit der erste in der Dartsgeschichte für Schweden. De GRAAF sichert sich somit auch den Titel für die Überraschung des Tages. Für BUNTING war es die achte Finalteilahme und die siebte Finalniederlage (seit 2024), was für eine katastrophale Finalstatistik. Der beste Nachrücker am heutigen Tag war der junge Niederländer Jamai van den HERIK, der bis ins Achtelfinale vorstoßen konnte. Besonders herausheben konnte man auch die Leistungen von Beau GREAVES am heutigen Tage. Das Highlight neben dem Duell von GREAVES und LITTLER war bestimmt der 9-Darter von Scott WILLIAMS im Duell gegen James HURRELL.
Aus österreichischer und deutscher Sicht ein Tag zum Vergessen. Keiner konnte weiter als Runde 3 kommen. Was für eine Enttäuschung! Zum Schluss bleibt nur noch dem Schweden De GRAAF zu dieser Leistung zu Gratulieren!
