Am 23.09.2026 fand in Maassport, Den Bosch in den Niederlanden das 30. Event der Players Championship Serie statt. In der Abwesenheit von gleich 18 Tourcard-Holdern, u.a Gary Anderson, Stephen Bunting, Jonny Clayton, Yorick Hofkens, Luke Humphries, Rusty-Jake Rodriguez, Ryan Searle, Niko Springer, Gerwyn Price, Pascal Rupprecht, Ross Smith, Joe Cullen, Luke Littler, Rob Cross, James Wade, Ryan Joyce, Gian van Veen und Dimitri Van den Bergh, kämpften auch heute 128 Spieler um den Tagessieg. Im Vergleich zum Event gestern, welches ja durch Cameron MENZIES gewonnen wurde, kamen die Absagen von dem gestrigen Finalisten van VEEN und van den BERGH hinzu. Nicht ganz so spektakulär lief das heutige Event ab. Keine hohen Averages und keine 9-Darter. Dennoch gab es viele Überraschungen. Dies machte das Turnier 30 einzigartig und historisch. Denn mit Karel SEDLACEK gewann ein Spieler nicht nur seinen ersten Turniersieg auf der PDC Tour, sondern der erste tschechische PDC Tour Event Sieger der Geschichte. Er gewann das Finale mit 8:7 gegen die Überraschung des Tages Scott WILLIAMS. Nun blicken wir aber konkret auf das Turnier:
Österreich/Deutschland
Nach der Absage von Rusty-Jake RODRIGUEZ war auch heute nur Mensur SULJOVIC am Start und dies nicht lang. Er verlor gleich seine Auftaktpartie im Duell gegen Scott WILLIAMS mit 2:6 deutlich. Er fand erst zum Ende der Partie zu seinen Stärken. Dies war jedoch schon zu spät.
Nachdem gestrigen ernüchternden Ergebnis hofften die Deutschen auf einen besseren Tag. Erneut gingen 14 Spieler an den Start. Sechs davon verloren in Runde 1, u.a. Max HOPP und Ricardo PIETRECZKO. In der zweiten Runden flogen sechs weitere Spieler raus, zum Beispiel auch Gabriel CLEMENS. Mit Kai GOTTHARDT konnte einer die dritte Runde erreichen. Erwähnenswert war sein Sieg über die Nr. 1 der Setzliste Wessel NIJMAN in Runde 2. Der beste Deutsche am heutigen Tage war Deutschlands Nr. 1 Martin SCHINDLER. Er konnte bis ins Achtelfinale vorstoßen.
T/128
Wie immer blickten die Fans gespannt auf die erste Runde. Welcher der Favoriten strauchelt? Mit Cameron MENZIES musste sich gleich der Sieger vom gestrigen Tage verabschieden. Er verlor mit 5:6 gegen Callan RYDZ. Mit Josh ROCK musste auch gleich zu Beginn des Turniers einer der wenigen Top 10 Spieler im Turnier die Heimreise antreten. Hinzu kamen die Niederlagen von ehemaligen Tagessiegern: Andrew GILDING, Beau GREAVES und Jeffrey de GRAAF. Den Abschluss der ersten Runde brachte die Niederlage vom WM Halbfinalisten Krzysztof RATAJSKI. Gleich zu Beginn viele Überraschungen.
In der ersten Runde konnten sieben Spieler die 100+ Marke knacken. Den höchsten Schnitt spielte hierbei Niels ZONNEVELD. Der junge Niederländer konnte im Duell gegen seinen Landsmann, Sietse LAP, nicht nur mit 6:2 gewinnen, sondern einen 106,47 Punkte Schnitt spielen.
T/64
Auch in der zweiten Runde kamen weitere große Überraschungen hinzu. Die Nr. 1 der Setzliste erwischte es. Wessel NIJMAN musste im Duell gegen Kai GOTTHARDT überraschend den Kürzeren ziehen. Ein weiterer Top 10 Spieler, in Person von Danny NOPPERT, musste die Heimreise antreten. Es erwischte außerdem zwei ehemalige Weltmeister. Michael SMITH und Peter WRIGHT zeigen weiterhin, dass sie keine konstanten Leistungen bringen können. Besonders für WRIGHT verlief die zweite Runde katastrophal. Er führte mit 5:1 gegen Keane BARRY und verpasste mehrere Matchdarts, ehe er diese Partie noch mit 5:6 verlor und damit ausschied.
In der zweiten Runde konnten drei Spieler die 100+ Marke überbieten. Den höchsten Schnitt hierbei kam von Jermaine WATTIMENA. Er konnte bei seinem 6:4 Sieg im niederländischen Duell gegen Marvin van VELZEN 103,74 Punkte im Schnitt werfen.
T/32
Weiter ging es mit der dritten Runde. In dieser Runde blieben zwar die großen Überraschungen aus, dennoch wurden in dieser Runde die besten Averages des Tages geworfen. Mit Damon HETA aus Australien und dem ehemaligen Tagessieger Sebastian BIALECKI, mussten zwei Spieler die Heimreise antreten, welche in dem Jahr bereits vor Furore sorgten.
In der dritten Runde konnten fünf Spieler die 100+ Marke knacken. Hierbei gab es von SEDLACEK 105,52, von van GERWEN 107,47 Punkte im Schnitt und dann kam noch Scott WILLIAMS ums Eck. Er konnte bei seinem 6:1 Erfolg über Richard VEENSTRA 110,41 Punkte im Schnitt werfen.
Achtelfinale
Die Runde der letzten 16 brachte nicht nur das Ausscheiden von Martin SCHINDLER, als letzter verbliebener deutscher Spieler, sondern noch die ein oder andere Überraschung. Mit Kevin DOETS und Dirk van DUIJVENBODE mussten gleich zwei niederländische Mitfavoriten auf den Titel die Heimreise antreten. Hinzu kam noch das Ausscheiden von Nathan ASPINALL und Luke WOODHOUSE.
Es konnten zwei Spieler die 100+ Marke überbieten. Hierbei war es erneut Scott WILLIAMS, welcher den höchsten Schnitt beisteuerte. Er konnte bei seinem 6:3 Erfolg über Nachrücker Tommy LISHMAN 103,13 Punkte im Schnitt werfen.
Viertelfinale
Die Viertelfinalbegegnungen brachten folgende Ergebnisse:
- Scott WILLIAMS eliminierte Michael van GERWEN mit 6:2
- Jermaine WATTIMENA bezwang Steve LENNON mit 6:5
- Niels ZONNEVELD warf Raymond van BARNEVELD mit 6:4 aus dem Turnier
- Karel SEDLACEK gewann mit 6:5 gegen Chris DOBEY
Halbfinale
Die Halbfinale brachten folgende Ergebnisse:
- Scott WILLIAMS bezwang Jermaine WATTIMENA mit 7:4
- Karel SEDLACEK setzte sich mit 7:2 gegen Niels ZONNEVELD durch
Finale
- Karel SEDLACEK gewann das Endspiel mit 8:7 gegen Scott WILLIAMS. Der Tscheche warf 91,92 Punkte im Schnitt, während WILLIAMS sogar 96,25 Punkte im Schnitt warf.
Fazit
Was für ein Event! Am Ende mit einem historischen Sieger. Karel SEDLACEK ist der erste Tscheche, der einen PDC Ranking Titel einfahren kann. Besonders bitter ist die Niederlage für Scott WILLIAMS. Er verpasste die große Zahl im Decider, um selbst einen Matchdart zu erhalten. Er zeigte sich massiv angefressen im Stream, er entschuldigte sich dennoch öffentlich und gratulierte SEDLACEK erneut zu seinem Titel. Dennoch ist es für den strauchelnden WILLIAMS ein massiv wichtiges Ergebnis im Kampf um das WM-Ticket und im Kampf um den Verbleib der Tourcard. Er war so weit weg, aber mit dem Ergebnis wäre er aktuell dabei. Auch für Raymond van BARNEVELD gab es ein Viertelfinale zu feiern. Auch für ihn extrem wichtig im Kampf um das WM-Ticket. Als beste Nachrücker konnte der Ire, Steve Lennon, groß aufspielen. Er konnte bis ins Viertelfinale vorstoßen. Erwähnenswert ist Niels ZONNEVELD, der im Laufe des Turniers zwei 10-Darter werfen konnte. Der beste Schnitt kam von Scott WILLIAMS. Die 110,41 in Runde drei blieben unerreicht. Mit Cam CRABTREE, Maximilian CZERWINSKI und Raymond van BARNEVELD konnten drei Spieler die 170 checken.
Aus österreichischer Sicht gab es im Turnier nichts zu feiern. Mensur SULJOVIC verlor bereits in der ersten Runde und konnte damit kein Preisgeld für sich gewinnen. Aus deutscher Sicht lief es zumindest besser als am Vortag. Martin SCHINDLER konnte die Fahnen hochhalten. Er erreichte das Achtelfinale am heutigen Tag. Aber auch die dritte Runde von Kai GOTTHARDT ist positiv überraschend.
Somit fehlen nur noch vier Events im Jahr 2026 auf der Players Championship Serie. Es bleibt weiterhin spannend wer auf den WM-Zug aufspringt und wer zu Hause bleiben muss. Bis dahin Daumen drücken für eure Lieblinge und Game on!
