PDC World Series of Darts Finals 2026 – Ross Smith triumphiert in Amsterdam
Die PDC World Series of Darts Finals 2026 haben vom 17. bis zum 20. September in Amsterdam für einige überraschende Ergebnisse und einen neuen Turniersieger gesorgt. Besonders im Mittelpunkt standen dabei Ross Smith, der sich den Titel sichern konnte, sowie die frühen Niederlagen der beiden Topspieler Luke Littler und Luke Humphries. Für eine zusätzliche Überraschung sorgte der Japaner Motomu Sakai, der sich gegen einen höher eingeschätzten Gegner durchsetzen konnte und damit für Aufmerksamkeit sorgte.
Ross Smith holt sich den Titel
Der große Sieger des Turniers heißt Ross Smith. Der Engländer zeigte während des gesamten Turniers starke Leistungen und setzte sich am Finalabend zunächst im Viertelfinale mit 10:7 gegen Josh Rock durch. Im Halbfinale wartete anschließend der Niederländer Gian van Veen. Auch diese Partie konnte Smith für sich entscheiden – diesmal mit 11:8.
Im Finale traf Smith auf den Waliser Gerwyn Price. Auf dem Papier versprach die Begegnung ein ausgeglichenes Duell zwischen zwei erfahrenen Spielern. Doch Smith dominierte die entscheidende Partie deutlich. Mit 11:5 gewann er das Finale und sicherte sich damit seinen zweiten großen PDC-Titel. Seinen ersten Major-Triumph hatte Smith bereits bei der European Championship 2022 gefeiert.
Besonders beeindruckend war Smiths Leistung im Finale. Er erzielte elf 180er und gewann die letzten sechs Legs der Partie. Außerdem überzeugte er bei den Doppeln und nutzte seine Chancen konsequent. Dadurch konnte Price den zwischenzeitlichen Druck nicht in eine Aufholjagd umwandeln. Smith spielte sich somit gerade im entscheidenden Moment in einen Rhythmus, gegen den sein Gegner kaum noch ein Mittel fand.
Für Smith ist der Erfolg in Amsterdam deshalb ein wichtiger Moment seiner Karriere. Die World Series of Darts Finals gehören zu den bedeutenden Turnieren im PDC-Kalender, und der Sieg gegen mehrere starke Gegner unterstreicht seine Leistungsfähigkeit auf großer Bühne. Der Turniersieg brachte ihm außerdem ein Preisgeld von 100.000 Pfund ein.
Luke Littler scheitert überraschend im Viertelfinale
Eine der größten Überraschungen des Turniers war das Ausscheiden von Luke Littler. Der amtierende Weltmeister und Weltranglistenerste war mit großen Erwartungen nach Amsterdam gereist. Littler hatte bereits in der ersten Runde gegen Danny Noppert gewonnen, musste dabei allerdings mehr kämpfen als erwartet. Gegen Noppert lag er zwischenzeitlich sogar mit 1:3 zurück, bevor er die Partie noch mit 6:4 für sich entschied.
In der zweiten Runde setzte sich Littler anschließend knapp mit 10:9 gegen Nathan Aspinall durch. Damit erreichte er zwar das Viertelfinale, zeigte aber bereits, dass der Weg zum Titel in diesem Jahr schwierig werden würde.
Im Viertelfinale kam es dann zur großen Überraschung: Littler traf auf Jonny Clayton und verlor deutlich mit 4:10. Damit platzte auch Littlers Hoffnung, im Jahr 2026 sämtliche großen PDC-Titel zu gewinnen. Clayton erwischte einen hervorragenden Tag und ließ dem Favoriten nur wenige Möglichkeiten, das Spiel noch zu drehen.
Für Littler war die Niederlage besonders bitter, weil er zu den dominierenden Spielern der aktuellen PDC-Szene gehört. Sein Ausscheiden zeigt jedoch gleichzeitig, wie eng die Leistungsdichte bei einem Turnier auf diesem Niveau ist. Selbst ein Spieler wie Littler kann nicht automatisch davon ausgehen, jedes Turnier zu gewinnen.
Auch Luke Humphries scheitert früher als erwartet
Neben Littler musste auch Luke Humphries, die Nummer zwei der Welt, eine überraschende Niederlage hinnehmen. Humphries startete erfolgreich in das Turnier und besiegte Jermaine Wattimena in der ersten Runde mit 6:4. In der zweiten Runde wartete jedoch mit Dirk van Duijvenbode ein äußerst unangenehmer Gegner.
Die Partie entwickelte sich zu einem echten Krimi. Humphries und van Duijvenbode lieferten sich ein enges Duell, das letztlich mit 10:9 an den Niederländer ging. Damit war Humphries bereits im Achtelfinale ausgeschieden.
Das Ausscheiden von Humphries war insofern bemerkenswert, weil er als einer der großen Favoriten in das Turnier gegangen war. Statt um den Titel zu spielen, musste er bereits nach zwei Siegen und einer Niederlage die Heimreise antreten. Van Duijvenböde bewies dabei Nervenstärke und nutzte die entscheidende Phase der Partie.
Die Niederlagen von Littler und Humphries verdeutlichen, dass die World Series Finals nicht nur von den Weltranglistenpositionen bestimmt werden. Gerade über die längeren Distanzen können einzelne Legs entscheidend sein. Ein schlechter Start, verpasste Chancen auf Doppel oder ein Gegner, der über sich hinauswächst, können selbst die besten Spieler früh aus einem Turnier werfen.
Motomu Sakai – die Überraschung aus Japan
Für eine der interessantesten Geschichten des Turniers sorgte Motomu Sakai aus Japan. Der Japaner war vor Beginn des Turniers nicht der Spieler, über den am meisten gesprochen wurde. Trotzdem gelang ihm ein bemerkenswerter Auftakt.
In der ersten Runde traf Sakai auf den Engländer Callan Rydz. Rydz galt aufgrund seiner internationalen Erfahrung als Favorit, doch Sakai setzte sich überraschend mit 6:5 durch. Damit zog der Japaner in die zweite Runde ein und sorgte für eine der ersten Überraschungen des Turniers. Bereits während der ersten Runde wurde sein Erfolg als besondere Überraschung wahrgenommen.
Sakai konnte seine gute Leistung anschließend jedoch nicht ganz bis zum Viertelfinale fortsetzen. In der zweiten Runde traf er auf Jonny Clayton. Auch diese Begegnung war zunächst eng, doch Clayton setzte sich letztlich mit 10:8 durch. Trotzdem kann Sakai mit seinem Auftritt zufrieden sein. Er besiegte mit Rydz einen erfahrenen internationalen Spieler und machte damit auf sich aufmerksam.
Sein Auftritt zeigt außerdem die zunehmende internationale Entwicklung des Dartsports. Spieler aus Ländern außerhalb der traditionellen Dartsnationen können inzwischen auf der großen PDC-Bühne für Überraschungen sorgen. Gerade die World Series of Darts trägt dazu bei, den Sport international bekannter zu machen und Spielern aus verschiedenen Ländern Chancen gegen die etablierten Stars zu geben.
Fazit
Die World Series of Darts Finals 2026 waren ein Turnier voller Überraschungen. Mit Ross Smith setzte sich am Ende ein Spieler durch, der zwar bereits einen Major-Titel gewonnen hatte, aber nicht zu den allerersten Favoriten gezählt hatte. Smith überzeugte vor allem in den entscheidenden Spielen und krönte sein Turnier mit einem klaren 11:5-Erfolg gegen Gerwyn Price.
Für die großen Favoriten Luke Littler und Luke Humphries verlief das Turnier dagegen enttäuschend. Littler scheiterte im Viertelfinale deutlich an Jonny Clayton, während Humphries bereits im Achtelfinale gegen Dirk van Duijvenbode ausschied. Besonders Littlers Niederlage war überraschend, da er als Weltranglistenerster und amtierender Weltmeister zu den prominentesten Spielern des Turniers gehörte.
Eine weitere interessante Geschichte schrieb Motomu Sakai. Der Japaner sorgte mit seinem Sieg gegen Callan Rydz für eine Überraschung und zeigte, dass auch weniger bekannte Spieler auf der großen PDC-Bühne mit den etablierten Stars mithalten können.
Am Ende bleibt damit vor allem ein abwechslungsreiches Turnier in Erinnerung: Die großen Favoriten konnten sich nicht durchsetzen, mehrere Außenseiter sorgten für Überraschungen, und Ross Smith nutzte seine Chance. Mit seinem zweiten Major-Titel hat er sich endgültig wieder in den Mittelpunkt der PDC-Szene gespielt.
