Am 29. Juli 2026 fand in der legendären Halle 39 in Hildesheim in Deutschland das 26. Players Championship Event des Jahres statt. Das heutige Turnier ist jedoch von sehr vielen Absagen geprägt. Mit Gary Anderson, Nathan Aspinall, Stephen Bunting, Jonny Clayton, Rob Cross, Joe Cullen, Luke Humphries, Ryan Joyce, Luke Littler, Cameron Menzies, Danny Noppert, Josh Rock, Ross Smith, Dimitri Van den Bergh, Ian White, Luke Woodhouse, James Wade, Ryan Searle, Daryl Gurney, Gerwyn Price fehlen gleich 20 aktive Tourcard Holder und große Mitfavoriten auf den Titel. Zusätzlich fehlte heute auch noch Michael van GERWEN. Die Chance für große Überraschungen ist somit noch höher als gestern. Der Sieg am Ende ging an den Polen Sebastian BIALECKI. Er konnte sich im Finale mit 8:6 gegen Mario VANDENBOGAERDE durchsetzen. Nun blicken wir aber konkret auf den Turnierverlauf:
Österreich/Deutschland
Nachdem Desaster am gestrigen Tage, stand für SULJOVIC und RODRIGUEZ Schadenswiedergutmachung auf dem Plan. Bei einem der beiden funktionierte der Plan. Während für Rusty-Jake wieder einmal in Runde 1 (1:6 gegen LABANAUSKAS) Schluss war, ging es für SULJOVIC deutlich weiter. Nach Siegen über Pascal RUPPRECHT (6:4), Wesley PLAISIER (6:5), Daniel AYRES (6:4) gab es erst das Ausscheiden gegen Ritchie EDHOUSE (1:6) im Achtelfinale.
Nach den guten Leistungen von HOPP und SPRINGER am gestrigen Tage, hofften die deutschen Fans auch am heutigen auf Erfolge. Diese blieben jedoch aus. Insgesamt gingen 17 deutsche Spieler an den Start. 9 Spieler schieden gleich zu Beginn aus, 6 weitere in der zweiten Runde. Somit blieben nur noch Max HOPP und Martin SCHINDLER über. Diese mussten sich dann in Runde 3 geschlagen geben. Wenn man vor allem bedenkt, welche Spieler alle nicht am Start sind, ein katastrophales Ergebnis für die deutschen Spieler.
T/128
Wie bei jedem Players Championship Event blickten die Fans gespannt auf die erste Runde. Bereits einige der gesetzten Favoriten mussten die Heimreise antreten. Mit Dirk van DUIJVENBODE und Jermaine WATTIMENA erwischte es gleich zwei heiße Eisen aus den Niederlanden. Hinzu kamen die Niederlagen von Dave CHISNALL, Mike de DECKER und Krzysztof RATAJSKI. Das Highlight in der ersten Runde war definitiv der 9-Darter des Tages. Diesen konnte „Shaggy“ Scott WILLIAMS überraschend beisteuern.
In der ersten Runde konnten gleich neun Spieler die 100+ Marke überbieten. Der höchste Wert ging an den Titelverteidiger Henry COATES. Er konnte bei seinem 6:1 Erfolg über Madars RAZMA seine Form von gestern mitnehmen und knallte 109,34 Punkte ins Board. Was für eine Leistung des jungen Engländers.
T/64
Auch in der zweiten Runde erwischte es den ein oder anderen Mitfavoriten. Mit Kevin DOETS schied einer der konstantesten Spieler des Vortages aus. Hinzu kam die Niederlage von Andrew GILDING. Mit Peter WRIGHT musste noch einer der größten Namen im Teilnehmerfeld die Heimreise antreten.
In der zweiten Runde konnten sechs Spieler die 100+ Marke knacken. Der höchste Schnitt ging dabei wieder an Henry COATES. Der Nachrücker scheint unaufhaltbar zu sein. Er konnte bei seinem 6:3 Erfolg über Darius LABANSAUSKAS starke 105,79 Punkte im Schnitt spielen.
T/32
Weiter ging es mit der dritten Runde. Mit Beau GREAVS schied die einzige Frau des Turniers aus. Hinzu kam die Niederlage des Mitfavorits Chris DOBEY. Zusätzlich gab es die Niederlagen des Überraschungssiegers Jeffrey de GRAAF und dem Sensationsmann von gestern Henry COATES. Mit Michael SMITH musste noch ein ehemaliger Weltmeister die Heimreise antreten.
In der dritten Runde gab es zwei Spieler, die die 100+ Marke pulverisierten und diese spielten sogar gegeneinander. Was für ein Spiel. Chris DOBEY verlor mit einem Schnitt von 107,28 Punkten mit 3:6 gegen Bradley BROOKS. BROOKS konnte mit 108,86 Punkten im Schnitt um ein Ticken besser spielen. Was für ein Spiel!
Achtelfinale
Im Achtelfinale gab es nicht nur das Ausscheiden des letzten deutschsprachigen Spielers in Person von Mensur SULJOVIC, sondern auch noch eine große Überraschung. Mit Wessel NIJMAN ging die Nr. 1 der Pro Tour mit 0:6 gegen Karel SEDLACEK baden. Hinzu kam die Niederlage von Raymond van BARNEVELD. Anhand der Formkurve ein durchaus gutes Ergebnis für Barney.
Kein Spieler konnte die 100+ Marke knacken.
Viertelfinale
Die Viertelfinalbegegnungen brachten folgende Ergebnisse:
- Justin HOOD bezwang Karel SEDLACEK mit 6:2
- Mario VANDENBOGAERDE eliminierte den letzten Nachrücker Joe HUNT mit 6:5
- Gian van VEEN setzte sich mit 6:5 gegen Ritchie EDHOUSE durch
- Sebastian BIALECKI gewann mit 6:2 gegen Damon HETA
Mit Gian van VEEN und Justin HOOD konnten gleich zwei Spieler über 100 Punkte im Schnitt werfen. Den besten Wert konnte HOOD mit 101,59 Punkten im Schnitt erzielen.
Halbfinale
Die Halbfinale brachten folgende Ergebnisse:
- Mario VANDENBOGAERDE gewann mit 7:4 gegen Justin HOOD
- Sebastian BIALECKI eliminierte Gian van VEEN mit 7:4
Kein Spieler konnte die 100+ Marke knacken.
Finale
- Sebastian BIALECKI gewann mit 8:6 im Endspiel gegen Mario VANDEBOGAERDE. Dabei spielte BIALECKI 93,80 Punkte im Schnitt, während VANDENBOGAERDE 85,91 Punkte im Schnitt warf.
Fazit
Sebastian BIALECKI feiert nach fast genau einem Jahr seinen zweiten Titel bei einem Players Championship Event. Somit klettert er weiter in der Order of Merit nach unten. Eine Überraschung? Durchaus, jedoch ist BIALECKI ein Spieler, der des Öfteren schon groß aufzeigen konnte. Die größere Überraschung hingegen ist der Finalist Mario VANDEBOGAERDE. Im Kampf um das WM-Ticket ein guter Ausreißer für den Belgier. Somit sicherte er sich den Titel als Überraschung des Tages. Auch für WM-Held und Publikumsliebling Justin HOOD gab es ein Lebenszeichen. Mit dem Erreichen des Halbfinals am heutigen Tage durchaus ein wichtiger Schritt für die WM-Qualifikation. Das beste Leg des Tages war klar der 9-Darter von Scott WILLIAMS. Was für ein Erfolg. Leider konnte er es nicht zu einem kollektiv besseren Ergebnis für sich mitnehmen. Er schied in Runde 2 aus. Der beste Matchaverage ging an den Sensationsmann von gestern Henry COATES. Seine 109,34 in Runde 1 gegen Madars RAZMA blieben die Bestwertung. Mit dem Tagessieger Sebastian BIALECKI und Chris DOBEY, konnten zwei Spieler die 170 im Turnierverlauf checken. Der beste Nachrücker im Turnierverlauf war Joe HUNT er konnte das Viertelfinale erreichen.
Aus österreichischer Sicht gab es zumindest von Mensur SULJOVIC ein tolles Ausrufezeichen. Mit dem Erreichen des Achtelfinals ein wichtiger Schritt im Punkto WM-Qualifikation. Aus deutscher Sicht ein Tag zum Vergessen. Nur zwei konnten überhaupt die dritte Runde erreichen. Im Vergleich zum Vortag ein Desaster.
Nun einige Turniere fehlen noch bis der Cut kommt und feststeht, wer zur WM fährt. Bis dahin Daumen drücken für eure Lieblinge und Game on – bis demnächst.
