Das vierte PDC European Tour Event stand am vergangenen Wochenende auf dem Plan. Das sogenannte Osterturnier. Vom 04.04. – 06.04. fand in München der German Darts Grand Prix 2026 statt. Als Titelverteidiger ging Michael van GERWEN ins Rennen. Im Vorfeld konnte man anhand des Teilnehmerfeldes bereits sehen, dass einige Topspieler fehlten. Luke LITTLER sagte bereits im Vorhinein für das Turnier ab, HUMPHRIES, ANDERSON, PRICE und DOBEY kurzfristig, für diese gab es die berühmten Nachrücker. Am Ende des Wochenendes konnte sich jedoch, trotz all den fehlenden Spielern, zwei Weltklassespieler bis ins Finale durchspielen. Im Finale standen Nathan ASPINALL und Danny NOPPERT. Am Ende konnte sich Nathan ASPINALL mit 8:5 durchsetzen. Für ASPINALL ist es sein vierter European Tour Titel. Während NOPPERT sein viertes Finale verlor. Nun blicken wir konkreter aufs Turnier:
Qualifikation
Das Teilnehmerfeld bestand erneut aus 48 Spielern. Die besten 16 der Hauptweltrangliste, welche auch ein Freilos in Runde 1 innehaben und den 16 besten der Pro Tour Rangliste. Hinzu kamen 10 PDC Tourcard Qualifikanten: Stephen BURTON, Thomas LOVELY, Ritchie EDHOUSE, James HURRELL, Michael SMITH, Kevin DOETS, Adam LIPSCOMBE, Brendan DOLAN, Kim HUYBRECHTS, Sebastian BIALECKI, sowie der osteuropäische Qualifier Patrik KOVACS und der Nordic & Baltic Tour Qualifier Anton ÖSTLUND. Zum Schluss kamen dann noch die vier deutschen Host Nation Qualifier hinzu; in Person von Jan SCHMIDT, Marcel HAUSOTTER, Kevin TROPPMANN und Finn BEHRENS.
Österreich/Deutschland
Aus österreichischer Sicht konnte sich weder Mensur SULJOVIC noch Rusty-Jake RODRIGUEZ qualifizieren. Aus deutscher Sicht waren sieben Spieler mit von der Partie. Während SCHINDLER ein Freilos in Runde 1 hatte, mussten sechs Deutsche spielerisch durch die 1. Runde. Mit BEHRENS, TROPPMANN und SCHMIDT verloren drei von den Host Nation Qualifier in Runde 1. Marcel HAUSOTTER konnte tatsächlich Raymond van BARNEVELD bezwingen. Gratulation. In Runde 2 verloren Marcel HAUSOTTER und Ricardo PIETRECZKO ihre Partien. Während SCHINDLER und Niko SPRINGER sich im Achtelfinale geschlagen geben mussten.
Runde 1
Während die Top 16 ein Freilos innehatten, kämpften 32 andere Spieler um das Ticket für die 2. Runde. Die erste Runde hatte die ein oder andere Überraschung parat. Zunächst gab es die überraschende Niederlage eines European Tour Siegers 2026 Wessel NIJMAN. Er verlor mit 4:6 gegen Andrew GILDING. Wie oben bereits erwähnt, gelang Marcel HAUSOTTER eine wahre Sensation. Er konnte tatsächlich einen mehrfachen Weltmeister, in Person von Raymond van BARNEVELD, mit 6:4 aus dem Turnier nehmen. Die dritte Überraschung gelang dem ungarischen Teilnehmer – Patrik KOVACS. Zum ersten Mal in der Geschichte gab es einen ungarischen European Tour Sieg außerhalb Ungarns. Er schlug Joe CULLEN mit 6:3. Auch für Brendan DOLAN gab es ein Lebenszeichen. Er konnte nach zwei Jahren seinen ersten European Tour Sieg feiern über Cor DEKKER.
Runde 2
Die gesetzten Spieler stiegen ein. Von den 16 gesetzten Spielern schieden gleich 10 aus. Was für eine Quote. Mit Van VEEN (1), Vorjahressieger Michael van GERWEN (2), James WADE (4), Ryan SEARLE (7), Damon HETA (11), Jermaine WATTIMENA (12), Mike de DECKER (13), Luke WOODHOUSE (14), Dave CHISNALL (15) und Daryl GURNEY (16) mussten einige Top-Favoriten die Heimreise antreten. Die größte Überraschung von all jenen, war die Niederlage von Michael van GERWEN. Er fand überhaupt nicht zu seinem Spiel und ging mit 1:6 gegen Niko SPRINGER baden. Besonders anzumerken ist der tapfere Kampf und die Niederlage von HAUSOTTER mit 5:6 gegen CLAYTON, trotz 7 perfekter Darts.
Achtelfinale
Die Runde der letzten 16 brachte die Niederlagen der letzten beiden Deutschen Niko SPRINGER und Martin SCHINDLER. Weder SCHINDLER gegen ASPINALL (2:6) noch SPRINGER gegen Michael SMITH (4:6) fanden richtig zu ihrem Spiel und verloren verdient ihre Partien. Mit der Nr. 5 Josh ROCK und der Nr.10 Ross SMITH verabschiedeten sich zwei weitere gesetzte Spieler.
Viertelfinale
- Danny NOPPERT (6) eliminierte Jonny CLAYTON (3) mit 6:3
- Krzysztof RATAJSKI bezwang Michael SMITH mit 6:2
- Kevin DOETS setzte sich in einem Krimi mit 6:5 gegen Niels ZONNEVELD durch
- Nathan ASPINALL (8) warf Andrew GILDING mit 6:4 aus dem Turnier
Halbfinale
- Danny NOPPERT (6) bezwang Krzysztof RATAJSKI mit 7:2
- Nathan ASPINALL (8) konnte sich mit 7:2 gegen Kevin DOETS durchsetzen
Finale
- Nathan ASPINALL gewinnt das Endspiel mit 8:5 gegen Danny NOPPERT. Am Ende konnte ASPINALL 100,35 Punkte im Schnitt spielen, während NOPPERT 93,16 Punkte im Schnitt werfen konnte.
Fazit
Trotz so vieler Überraschungen setzte sich am Ende Nathan ASPINALL, ein gesetzter Spieler, durch. Tragisch in Person von Danny NOPPERT. Er erreichte sein viertes Finale und auch dieses verlor er. Die Überraschung des Turniers ist klar Marcel HAUSOTTER. Nach seinem Sieg über BARNEY schloss ihn ganz München und das Internet in ihr Herz. Er lieferte in Runde 2 einen wahnsinnigen Kampf gegen Jonny CLAYTON und verlor am Ende im Decider mit 5:6. Auch die Niederalge des Titelverteidigers, Michael van GERWEN, mit 1:6 gegen Niko SPRINGER kam sehr überraschend. Mit Michael SMITH konnte ein Spieler, welcher in den letzten Monaten einige Probleme hatte, bis ins Viertelfinale vorstoßen. Für Kevin DOETS, welcher durch den Qualifier musste, ist es sein erstes European Tour Halbfinale. Am Ende bleibt nur noch zu sagen: Gratulation zum Titel German Darts Grand Prix Sieger 2026 Nathan ASPINALL! Was sagt ihr zum Ergebnis? Lasst uns eure Meinungen da. In zwei Wochen geht es in Sindelfingen weiter mit Event 05 der European Tour.
