Am vergangenen Wochenende fand in Minehead (England) das nächste Major Turnier des Jahres statt. Die UK Open ist für viele Fans eines der spannendsten Turniere des Kalenders. Doch warum ist das so? Das besondere an den UK Open ist, dass es keine Setzliste gibt. Die Spieler werden im Vorhinein je nach Weltranglistenposition in Runden eingegliedert, wann sie genau in das Turnier starten, aber wer gegen wen spielt, wird willkürlich ausgelost. Das bedeutet, es kann mit viel Losglück zu einigen Überraschungen kommen! Als Titelverteidiger geht Luke LITTLER in das Turnier. Er setzte sich im letzten Jahr gegen James WADE im Finale durch. Kleiner Fun Fact zum Start, genau das gleiche Finale gab es auch in diesem Jahr. Erneut konnte Luke LITTLER das Finale gewinnen. Er ist somit der erste Spieler nach 10 Jahren, damals Michael van GERWEN, der den UK Open Titel verteidigen kann. Nun blicken wir aber aufs Turnier:
Österreich/Deutschland
Wie immer blicken wir zunächst auf unsere deutschsprachigen Spieler. Aus österreichischer Sicht waren zwei Spieler mit am Start, aus deutscher Sicht gar 17 Spieler. Beginnen wir mit den Österreichern. Rusty-Jake RODRIGUEZ musste bereits in Runde 1 ran, der Gegner ein Deutscher, Michael UNTERBUCHNER. Bereits nach Runde 1 war für den Wiener Schluss, er verlor mit 5:6 gegen den Deutschen. Mensur SULJOVIC stieg erst in Runde 3 ins Geschehen ein. In Runde 3 bekam er es mit dem Deutschen Lukas WENIG zu tun. Es gab einen 6:2 Erfolg für Mensur. In der vierten Runde wartete mit Jermaine WATTIMENA ein richtiger Brocken. Dennoch konnte SULJOVIC dieses Spiel mit 10:5 für sich entscheiden. In der fünften Runde wurde dann Stephen BUNTING gezogen. Hier war dann für SULJOVIC Endstation, es gab eine 2:10 Niederlage gegen „TheBullet“. Bei den Deutschen lief es wie folgt. Zwei deutsche Spieler schieden in Runde 1 aus, vier weitere, u.a. Max HOPP, in Runde 2, fünf weitere in Runde 3, u.a. Ricardo PIETRECZKO und Niko SPRINGER, Leon WEBER in Runde 4 und gleich 4 Deutsche kamen wie auch SULJOVIC bis in Runde 5. Martin SCHINDLER, Gabriel CLEMENS, Dominik GRÜLLICH und KAI GOTTHARDT konnten diesen Erfolg erreichen.
T/160
In der ersten Runde kam vieles zusammen. Einige Tourcard-Holder, Spieler die über div. andere Ranglisten (Challenge Tour, Development Tour usw.) eingeladen worden sind, oder div. Amateur Qualifier, die sich für das Event qualifiziert haben, stiegen ins Turnier ein. Der größte Name, welcher in Runde 1 bereits die Heimreise antreten musste, ist Jeffrey de ZWAAN. Der Niederländer, welcher erst zu Beginn des Jahres seine Tourcard zurückgewinnen konnte, schied hier in Runde 1 gegen den Amateur Qualifier Samuel WHITTAKER mit 4:6 aus.
T/128
Weitere neue Spieler steigen ins Turnier ein. In der zweiten Runde mussten der ein oder andere bekanntere Name das Ausscheiden hinnehmen. Mit Beau GREAVES schied die einzige Frau des Turniers aus. Mit Max HOPP schied einer der deutschen Hoffnungen aus. Mit Wesley PLAISIER schied ein Spieler aus, der zuletzt bei der WM groß aufspielen konnte. Für alle nostalgischen Fans stach das Herz bei der Niederlage von Oldie Mervyn KING in Runde 2. Anzumerken ist, dass es in Runde 2 den ersten 100+ Average des Turniers gab, geworfen vom tschechischen Tourcard-Holder Adam GAWLAS.
T/96
Weitere Spieler u.a. Mensur SULJOVIC steigen in das Turnier ein. In dieser Runde gab es die ein oder andere Überraschung, die man ansprechen muss. Zunächst gab es das Ausscheiden von WM-Held Justin HOOD, oder dem früheren WM Halbfinalisten Scott WILLIAMS. Hinzu kam die Niederlagen von James HURRELL. Bei seiner Niederlage gegen Charlie MANBY kam es zu unschönen Szenen. Die Spieler gerieten nachdem geworfenen Matchdart aneinander und mussten von den Offiziellen getrennt werden. Es ist noch unklar, ob es zu Konsequenzen kommt. Im positiven anzumerken ist, dass der in Runde 3 eingestiegene Raymond van BARNEVELD ein Match gewinnen konnte! Auch Peter WRIGHT geling dies. In Persona von Rickey EVANS und William O`CONNOR konnte sogar die 100+ Marke geknackt werden.
T/64
So dann ist es soweit! Die großen Namen steigen ein, die Topfavoriten sind da! Spätestens diese Runde zeigte, warum die UK Open eines der spannendsten Turniere des Jahres ist. Was waren da bereits für Duelle dabei. Nur um einige zu nennen! CROSS gegen van VEEN, LITTLER gegen HETA, van GERWEN gegen ASPINALL, SCHINDLER gegen CULLEN, WADE gegen DOBEY oder ANDERSON gegen DUIJVENBODE. Ein weiteres Spiel muss man jedoch ansprechen, nämlich Danny NOPPERT gegen Dimitri van den BERGH. NOPPERT konnte das Spiel nicht nur gewinnen, sondern auch den einzigen 9-Darter des Turniers werfen. Besonders schlimm lief es für Raymond van BARNEVELD. Er kam gegen Wessel NIJMAN dermaßen unter die Räder. Beim Stand von 0:9 konnte er die komplette Blamage abwenden, in dem er zumindest 1 Leg gewinnen konnte. Endstand 1:10 aus Sicht von BARNEVELD.
T/32
In der fünften Runde schieden nicht nur die verbliebenen deutschen Spieler und Mensur SULJOIVC aus, sondern auch der ein oder andere größere Name. Besonders bitter lief es für Wessel NIJMAN und Kevin DOETS, beide hatten die Form eine Riesenüberraschung zu liefern. NIJMAN konnte es nicht gegen PRICE durchbringen. Während DOETS noch den größeren Fang landen hätte können. Er spielte wie auch in den letzten Monaten wie entfesselt und lieferte einen waren Kampf gegen Luke LITTLER. LITTLER sprang noch einmal knapp von der Schaufel in diesem Duell.
Achtelfinale
In der Runde der letzten 16 blickten alle Fans gespannt auf das Duell LITTLER gegen ANDERSON. ANDERSON hatte im Verlauf des Turniers so gut gespielt, während LITTLER eher schwächelte. Leider konnte ANDERSON dem nicht gerecht werden. An was es lag, kann nur er selbst beantworten. Besonderes Highlight seiner Unzufriedenheit auf der Bühne war es, als er bei 168 Punkten Rest stand und er Triple 20 Triple 20 und Triple 16 warf und sich überwarf. Überraschend kam die Niederlage von Luke HUMPHRIES, dieser verlor gegen Danny NOPPERT, welcher ein abartig gute Doppelquote vorweisen konnte. Für van GERWEN gab es trotz eines Averages von über 100 Punkten im Schnitt den nächsten Dämpfer, er verlor deutlich mit 10:3 gegen James WADE.
Viertelfinale
- Josh ROCK bezwang Krzysztof RATAJSKI mit 10:7
- James WADE eliminierte Rob CROSS mit 10:9
- Luke LITTLER warf Danny NOPPERT mit 10:6 aus dem Turnier
- Gerwyn PRICE setzte sich im walisischen Duell mit 10:8 gegen Jonny CLAYTON durch
Halbfinale
- James WADE bezwang Gerwyn PRICE mit 11:8
- Luke LITTLER gewann mit 11:9 gegen Josh ROCK
Finale
- Luke LITTLER gewann wie auch im letzten Jahr das Endspiel gegen James WADE. Diesmal jedoch nicht 11:2 sondern 11:7. LITTLER spielte dabei 99,58 Punkte im Schnitt, während WADE 89,49 Punkte spielte.
Fazit
Wie jedes Jahr brachte die UK-Open einige faszinierende Überraschungen. Nur das Endspiel und der Ausgang blieb gleich, im Vergleich zu Vorjahr. LITTLER ist der erste Spieler seit 10 Jahren, der den UK Open Titel verteidigen konnte. Mit Danny NOPPERT gab es für die Fans einen 9-Darter zu begutachten. Den beste Match Average im gesamten Turnier konnte Gary ANDERSON werfen. Bei seinem 10:6 Erfolg über Dirk van DUIJVENBODE warf er starke 107,42 Punkte im Schnitt. Insgesamt gab es fünfmal die 170 zu begutachten. Folgende Spieler konnten sich den Erfolg einspeichern, Kai GOTTHARDT, Connor SCUTT, Luke LITTLER, Joe CULLEN und Peter WRIGHT. Aus österreichischer Sicht gab es zumindest für Mensur SULJOVIC einiges zu feiern. Er konnte nach Siegen über WENIG und WATTIMENA bis in die fünfte Runde einziehen. Aus deutscher Sicht gab es „nur“ vier deutsche Spieler in Runde 5. Im deutschen Darts-Aufschwung sicherlich nicht zufriedenstellend, dass kein Spieler das Achtelfinale erreichen konnte. Nun was ist eure Meinung zu den UK-Open? Lasst uns gern eure Meinung da! Gratulation an Luke LITTLER zur Titelverteidigung.
